Donnerstag, 20. Januar 2011

Lang ist's her...

Es ist schon einige Zeit her, dass ich meinen Blog aktualisiert habe. Irgendwie mochte ich nicht darüber nachdenken...
Ich bin also wieder in Deutschland, habe eine Ausbildung angefangen und konzentriere mich nun darauf. Von den Mädels habe ich bis jetzt nur Noemi wiedergesehen, auch wenn wir alle noch Kontakt haben, man weiß halt irgendwie, dass es nie mehr so sein wird wie es einmal war.
Der Gedanke tut etwas weh, aber klar, das Leben muss weitergehen und in der Erinnerung leben bringt einen da auch nicht viel.

Eigentlich möchte ich mich zu allerletzt nur bei allen bedanken, die mich dieses Jahr so unterstützt haben, egal ob es gute oder schlechte Tage waren, ich werde sie nie vergessen...

Lena, Eva und Noemi, ihr seid die besten Mädels auf der Welt! Ich bin dankbar, euch kennengelernt haben zu dürfen und werde euch nie vergessen. Ich bin mir sicher, wir werden bald eine Reunion starten und dann feiern wir eben in Deutschland! Auch wenn unsere Lena erst später zu uns stieß, haben wir sie herzlich in unsere kleine Gruppe aufgenommen und haben jeden Tag, war er auch noch so doof, zum absoluten Highlight gemacht. Ich vermisse unsere Zeit...

Isi, Judy und Lisanne... wir waren seid dem ersten Moment irgendwie unzertrennlich, ich erinnere mich noch genau die wie kleine Juditha eines Nachmittages vor meiner Tür stand und wir zum ersten Mal zum Starbucks gefahren sind, obwohl ich irgendwie hätte arbeiten müssen. Ein bisschen verpeilt war ich ja schon immer, aber so haben wir alle zueinander gefunden. Ihr wart meine Familie drüben in den Staaten und wart immer für mich da, wenn es mal nicht mehr ging (was ja gar nicht so selten vorkam). Wir haben alle beiander gewohnt, das war so klasse, nun sind wir ja leider über ganz Deutschland verstreut. :-(
Ohne euch wäre das Jahr sicherlich nicht das selbe geworden...

Ich denke, es war ganz gut, ein wenig Abstand zu der ganzen Sache zu bekommen, denn nun beginnt man zu verstehen, was man so alles erlebt hat. Ich vermisse mein Leben dort sehr und seien wir mal ehrlich, selbst wenn man zurückgehen würde, es wäre nicht mehr dasselbe. Für mich war dieses Jahr voller Überraschungen, toller Menschen und genialen Momenten, vielen Reisen und vor allem war es mein eigenes Ding. Man glaubt kaum wie sehr man sich weiter entwickelt wenn man einmal auf sich gestellt ist und sein eigenes Leben führt. So richtig kann das keiner verstehen, der das nicht durchgemacht hat...
Aber in einem bin ich mir sicher:

Es war die schönste Zeit in meinem Leben...

Mittwoch, 15. September 2010

Meine letzte Woche

In genau 7 Tagen werde ich schon wieder zu Hause sitzen und meine Familie nerven, ich kann es gar nicht glauben, wie schnell diese Jahr vorbei ging. Am 24.08.2009 landete ich in New York City und am 22.09.2010 werde ich früh morgens wieder in Dresden sein. Es ist unglaublich...

Einerseits freue ich mich sehr, gerade weil es hier einfach langsam langweilig wird und ich nicht mehr weiß was ich mit meiner vielen Freizeit noch anstellen soll und auch weil das Geld mir ausgeht und ich meinen Vater schon anhauen musste weil ich noch immer 7 Tage habe und nur noch 50$!
Andrerseits habe ich mich hier ein Leben aufgebaut, Freunde gefunden und einfach ein super tolles Jahr gehabt, was ich so schnell nicht vergessen werde. Es gab auch viele Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, aber ich meine, ich war in den USA! Ich habe hier gelebt, kann ja schließlich auch nicht jeder von sich behaupten. :-)

Nun ja, seit dem letzten Blog ist wieder Zeit vergangen, wie immer eben bei mir, ich bin nun schon in meinem Reisemonat, habe eine California Tour gemacht mit Cultural Highways und jetzt bin ich zurückgekehrt um die letzte Woche bei meiner Hostfamily zu verbringen.
Ist allerdings sehr lustig, denn nun bin ich da, das neue Au Pair Carolin und das alte Au Pair vom letzten Jahr, Claudi... einfach nur geil.
Die Stimmung in der Familie allerdings ist nicht mehr ganz so toll, leider.

Mit ihr fing mein Jahr hier an, denn sie hatte mir gezeigt, wie das AuPair leben so abläuft. Mittlerweile kann ich nachvollziehen, wie es ihr damals ging, als sie nach Deutschland zurückkehrte und ich alles noch vor mir hatte!

Das ist des neuste Au Pair der Familie Spear, unsere liebe Carolin! Wir haben ganze 6 Wochen zusammen auf die Kinder aufgepasst und ich hoffe, ich habe ihr alles zeigen können wie das so abläuft mit den Kids und alles. Es wäre echt schön, wenn ich nächstes Jahr als alter Hase mal zurückkommen könnte und wir eine schöne Zeit haben könnten zusammen in den USA. :-)

Nun ja, hier der Überblick über die letzten Wochen.
Wo fange ich nur an? Ach Mann, ich hätte hier wirklich öfter reinschreiben sollen ;-P

Also Anfang August ging es für mich und Noemi zum College nach Baltimore, sie wollte ihre credits voll kriegen und ich hab das gemacht, weil ich ja eigentlich mal verlängern wollte... hehe und da brauch man ja seine 6 credits.

Das war unser Hotel, wo die Collegekurse statt fanden. Es war sauber, wir hatten mit Noemi ein schönes Einzelzimmer und joar, wir haben es so gut es ging genossen. Der Unterricht war auch gar nicht so langweilig, ich hatte am Anfang gleich "Nanny Safety", mit einem 35 jährigen Mann, der uns erzählte, was man als Au Pair tun kann und was man lassen sollte.
Es ging weiter mit Englischkursen, die stinkipinkilangweilig waren, da wir nunmal schon fast ein Jahr voll hatten und in Sachen Englisch ganz gut mitkamen ;-P
Na ja so oder so ähnlich liefen die Kurse ab, am Abend ging es dann nach Baltimore in eine Kneipe, wo wir uns mit Bier eindeckten und dann feierten wir den Geburtstag einer Dänen namens Sanne, die wir dort an dem Tag kennen gelernt hatten.

Am Sonntagabend ging es dann zurück nach DC. Noemi wohnte ein paar Tage bei mir, da sie ja inoffiziell in eine neue Familie kommen sollte für die letzten Wochen.
Folglich war auch ihr ganzes Gepäck bei mir untergebracht, gut, dass meine Familie zu diesem Zeitpunkt verreist war und wir das Haus für uns hatten... na ja fast, Zara war ja noch da, der kleine Drache. Sie begrüßte uns auch schon als wir an der Tür standen... Sie war aus ihrem Käfig ausgebrochen ;-P

Dann kam mein Geburtstag, auf den ich so lange gewartet habe, denn nun war endlich 21 und somit volljährig! Die Mädels haben mir einen ganz süß Brownies gebacken und im Pub angezündet. Es war irgendwie verboten, aber das hat uns an den Abend wenig interessiert. Ich durfte mir etwas wünschen und musste dann auspusten! Boah, auf einmal war überall Rauch! Die anderen Gäste haben uns böse angeschaut und wir haben versucht den Rauch im ganzen Raum zu verteilen, wobei wir fast am Boden lagen vor Lachen!
Von meiner Hostfamily habe ich eine wunderschöne Halskette bekommen, sie haben mich alle umarmt abends kurz nach 12. :-)

Das war die Truppe! Ich hätte nie gedacht, dass wir uns einmal in dieser Konstellation begegnen werden, denn eigentlich war es immer so schwer, meine beiden Freundeskreise zu vereinen, aber ich war Isi so dankbar, dass sie an diesem Abend mit uns kam. Danke Mausi!
Es war ein unglaublich schöner Abend und gleich am nächsten Tag (ich glaube es war Samstag) ging es zu der Geburtstagsfeier von Janine. Wir wollten uns in der Ultrabar treffen, der Anfang lief auch wirklich gut, wir kamen planmäßig an, stellten uns an und dann passierte es! Mir wurde schwindlig... und weg war ich. Es ist immer dasselbe bei mir, aber nachdem sich die Türsteher überzeugt hatten, dass ich weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen habe, ließen sie uns durch den VIP Eingang durch. Mein Krönchen war auch dabei, das erste und letzte Mal, dass ein Krönchen tragen werde! Es war eine unvergessliche Nacht, nicht zuletzt dadurch bedingt, dass sich Janine ein bisschen zu viel zugemutet hatte und irgendwie... na ja rückwärts gegessen hat. :D


Und dann war es auch schon soweit: Unser letzter gemeinsamer Abend...
Wir waren in der Cheesecake Factory essen und danach ging es zu einem lustigen Fotoshooting nach draußen. Ach Mädels, das waren so tolle Zeiten, ich vermisse euch jetzt schon!

Die Leute haben uns angestarrt, als hätten wir nen ordentlichen Schaden, was wahrscheinlich auch gar nicht so verkehrt ist :D
Wir haben einfach haufen Fotos gemacht, wovon eins dümmer als das andere! Aber es hat Spaß gemacht und wir haben den letzten Abend vernünftig genutzt! Und ich mein, seien wir mal ehrlich, Amis haben se' auch nicht immer alle beisammen...

Teil 2 Folgt bald...

Donnerstag, 8. Juli 2010

Das Ende ist nah

Wir haben den 8. Juli und es ist genau ein Jahr her, dass ich gerade mein Abi abgeschlossen hatte, auf dem Abiball gewesen war und meine letzten Vorbereitungen für mein Au Pair Jahr getroffen hatte.
Nun habe ich noch bis zum 21. September Zeit ehe es endgültig nach Hause geht ... der Gedanke tut verdammt weh muss ich sagen. Es ist einfach sehr hart und man kann es gar nicht mit dem Abschied von zu Hause vergleichen! Dort wusste man genau, es gibt eine Zeit, da wird man seine Familie und Freunde wiedersehen. Hier in den Staaten Abschied zu nehmen ist härter, dann klar, ich will mal zurückkehren und so, aber seien wir doch ehrlich, ich habe keine Ahnung wann das sein wird oder wann ich genügend Geld für einen Urlaub in den USA haben werde...!
Daher kann man sich nicht so sicher sein, dass man die Leute hier noch einmal sehen wird. Das ist das wirklich negative an dem Au Pair-Dasein ... das ganze Jahr besteht aus dem Kennenlern-Prozess und Verabschiedungen.

Nun ja, ich versuche die Zeit natürlich noch richtig zu nutzen, aber der Hintergedanken ist da und das macht es etwas schwer.
Aber nun seien wir mal nicht so negativ, sondern hier ein paar Fotos, was ich in den letzten Tagen, Wochen und Monaten so gemacht habe!

Fangen wir an mit dem Independence Day! Wir dachten ja, ist ein gaaaanz großes Ding hier in den USA und daher haben wir uns auch dementsprechend gekleidet. Rot, Blau und Weiß waren die Farben. Als wir allerdings abends ankamen, waren wir so ziemlich die einzigen, die so aussahen, es war wieder etwas peinlich. Typisch Touristen eben ;-P

Meine Fotokünste mussten auch mal hier herein. Das passiert wenn man Nicole sagt, mach ein Foto von uns allen... hrhr, hauptsache ich bin drauf, ne? Ach, und den Kaffee nicht zu vergessen! By the way, in diesem Starbucks haben sie TicTacToe gespielt! Das ganze Album rauf und runter, super, wir haben gelegen als wir "Ich find dich scheisse" gehört haben!

Hier waren wir zusammen bei Cats, dem Musical, welches auf der Freibühne Wolf Trap gezeigt wurde. Das Musical an sich, war... nicht ganz mein Ding, und wir fanden es allgemein auch schöner, Fotos von uns zu machen als aufzupassen! :D

So nun kommen wir zu dem denkwürdigen Sonntag, dem 25.07.2010! Das war die Wolke, die etwa gegen 4.00 Uhr nachmittags heran gesaust kam und dann ein paar Winde mitbrachte mit denen hier keiner so gerechnet hatte! Während ich und Isabel fröhlich shoppen waren, tobte draußen ein Sturm, bei dem unendlich viele Bäume fielen und auch das Stromnetz seinen Geist aufgab. Wir davon natürlich nicht viel mitgekriegt, außer dass die Rolltreppe im Nordstrom seinen Geist aufgab, kurz alles ausging und dann der Generator ansprang. Wir haben das alles noch nicht sonderlich ernst genommen und Isi dann noch ganz lustig als wir heraus kamen: Puh, hier hat's wohl etwas geregnet! Wenigsten hat es sich mal abgekühlt!
Ja, das fanden wir gaaaaanz witzig, bis wir die ersten Ampeln bemerkten, die kein Strom hatten! Es ging immer mehr in unsere Richtung und es war einfach alles tot! Ja, da waren wir an einem Punkt angekommen, wo wir das so gar nicht mehr witzig fanden, hatten wir doch den Wintersturm und die Stromfreie Woche noch gut in Erinnerung...

Da hatte also der kleine 10 Minütige Sturm etwas gewütet wie man hier ganz gut erkennen kann und so sah eigentlich jede Straße aus, es lag alles herum, wie nach einem kleinen Tornado.

In Isi's Straße angekommen, haben wir das dann fotografiert und langsam wurde uns klar, dass es sich hier nicht um ein kleines Strom-Problem handelte, sondern dass wir wieder etwas zu befürchten hatten! Ich meine, Montgomery County war am schlimmsten betroffen, wie später veröffentlicht wurde, waren 293.000 Haushalte für mehr als 78 Stunden ohne Strom! Nun stellt sich da eine Frage, klar andere Countys hatte es auch getroffen, aber keines so wie unseres! Das gleiche in dem großen Wintersturm! Nun also die Frage an Pepcp, unserem Energieversorger: Warum sind wir das einzige County in der Umgebung mit so vielen Oberirdischen Leitungen? Warum seid ihr so dämlich und sichert die Strommästen mit zwei kleinen Seilen wenn sie schief stehen, anstatt gleich einmal neue zu bauen?

Das tollste Bild, was ich in meiner Kollektion habe! Ich meine, das beste daran ist, es hat ungefähr zwei Tage gedauert, ehe sie das überhaupt einmal abgesperrt haben! Ich musste mit Isabel einige Male dort hindurch fahren. Aber ich hoffe wirklich, Pepco, dass euch das eine Lehre war und ihr nun endlich anfangt entweder die Bäume um die Stromleitungen zu stutzen, die Leitungen höher zu bauen oder ganz einfach sie unter die Erde zu bauen! Es gibt genug Möglichkeiten und ich glaube nicht, dass die Leute noch mehr hier ertragen können oder wollen.

Nun ja, am Ende bekamen wir unseren Strom am Dienstagabend gegen 11.00 Uhr zurück, während ich mit Isi gerade am Market saß und wir gequatscht haben. Nachdem ich immer wieder die Homephone Nummer angerufen habe und plötzlich durchkam, ich sage euch, wir haben uns gefreut wie doof! Ein kleiner Freudentanz am Market und dann sind wir nach Hause gefahren...
Amerika, das Land der absolut unbegrenzten Möglichkeiten! Auch mal ein paar Wochen ohne Strom leben, das ist eine tolle Erfahrung!

Ja... hier noch eine kleine Anekdote aus dem Leben der Nicole: Da dachte sich die Kleine an dem Montag nach dem Sturm: Mist, ich habe kein Benzin mehr!
Leider dachten so auch 20 andere Autofahrer und so stellte sich die Nicole in eine Schlange an und wartete knapp 35 Minuten auf die Zapfsäule! Aber wenigstens das funktionierte ;-P

Starbucks hatte uns in diesen Tagen sehr schön geholfen! Wir sind dahin, nachdem unsere Geräte den geist aufgegeben haben und Strom benötigten. Natürlich waren wir nicht die einzigsten, aber es gab auch Leute, die an andere dachten und Verteiler mitbrachten wie diesen hier! So traf man sich im Starbucks, wo man Strom hatte und seine Geräte wieder aufladen konnte! :D

Hier waren wir zusammen im Hershey Vergnügungspark gewesen! Es war teuer, aber so ein super toller Tag! Wir sind tausend Achterbahnen gefahren, haben uns sehr sehr lange anstellen müssen, viel gelästert und hatten einfach einen super schönen Tag gehabt!

Anmerkung an Papa: Würdest du da einsteigen? ;-P

Und zum Schluss noch eine Wasserbahn genommen, wo ich die Warnung: You get soaked!, nicht ernst genommen habe und ja... wir waren mehr als nass. ;-P
Aber lustig war es, mit kleinen Drillingen vor uns, der eine ganz auf Lena fixiert und dem Daddi daneben!

Dienstag, 6. Juli 2010

Verlängerung ??

Ach dieses Thema hat mich so unendlich lange beschäftigt, dass es seinen einigen Blogeintrag braucht. Ich hatte Zeit bis zum 29.5 um mich zu entscheiden ob ich denn verlängern möchte oder nicht.
Ich habe Für- und Widerlisten erstellt, lange Gespräche mit meiner Hostmum geführt, mich von meinen Freunden beraten lassen, aber letztendlich musste ich mich alleine entscheiden. Ich war sehr happy gewesen als die ersten Briefe von APIA kamen und mir meine Möglichkeiten mitgeteilt wurden und nach langen Hin und Her habe ich mich pro Verlängerung entschieden. Ich musste die ganzen Papiere ausfüllen, meine Gastmutter hat Beurteilungen geschrieben und zum Schluss ging das alles in die Zentrale nach Stamford.

Ich bekam auch schon nach wenigen Stunden der Freischaltung meine ersten Vorschläge, habe kräftig telefoniert und immer wieder kam es auf das gleiche heraus: Ach, du kannst nur ein halbes Jahr? Oder: Du rauchst?
Ja natürlich, denn genau das hab ich auch angegeben, du Vogel!

Zwischendurch ging es dann eben nach Miami in den Urlaub und dort bekam ich dann auch Heimweh wodurch ich mit meiner Councelor herum telefonieren musste und mich dann zum Schluss doch wieder gegen das Verlängern entschieden hatte. Langes Hin- und Her, aber letztendlich war ich zufrieden. ;-P

Samstag, 19. Juni 2010

Miami II

Ich weiß gar nicht mehr wirklich wo ich aufgehört hatte zu schreiben, aber es war irgendwo zwischen der Bootsfahrt und den Bahamas. *g*

Wir kamen nach ewigen Hin und Her jedenfalls an und wussten erstmal gar nicht, was wir machen sollten. Es gab kein Strand, nur Industriegebiet und Privathäuser an der anderen Seite! Wir folgten der Menge und dann ging es für 10$ ins Taxi und ab an den Strand, 20 Minuten Fahrt in einer Holperkiste, die nach jedem Bump fast auseinander gefallen wäre. Alle Fenster aufgemacht und trotzdem geschwitzt, wirklich schön war das nicht, 38° im Schatten wurde uns gesagt, wir sollen doch aufpassen mit der Sonne.
Wir wurden dann heraus gelassen (übrigens sehr gewöhnungsbedürftig plötzlich Linksverkehr zu haben, wurde irgendwie ständig angehupt ;-P) und sind zu dem Strand gegangen mit zwei anderen Au Pairs die wir auf dem Boot kennen gelernt hatten und so waren wir schon zu 4.


Der Beach ansich war weltklasse! Ein wunderschön feiner Sand und türkisblaues Meer mit abwechselnd dunkleren Flecken darin (fanden wir ja etwas eklig, aber wir haben uns auch echt angestellt...). Genau so stellt man sich
Urlaub vor! Wir haben fast die ganze Zeit im Wasser verbracht und just relaxed :D
Die Zeit ging auch viel zu schnell herum fand ich, wir hatten dann nur noch Zeit um uns ein wenig zu sonnen und uns Postkarten zu kaufen (was sich widerum als sehr schwierig heraus stellte).
Nun ja auf dem Weg zurück zum Taxi kamen wir an den Touristenständen vorbei und wollten natürlich etwas als Erinnerung mitnehmen. Aber es war schweine teuer! Ein kleines Tuch mit Bahamas Druck für 25$, die wollten uns verarschen! Erst ließen sie uns nicht in Ruhe schauten und man fühlte sich wie auf dem Polen Markt und anschließend ließen sie nicht mit sich handeln, es war schrecklich. Wir kauften also alle nicht viel, nur jeweils eine Postkarte, nachdem man kaum Auswahl hatte und auch diese teuer waren. Es ging zurück aufs Schiff und zurück nach Miami ... es war traurig, es wurde kalt und unsere Stimmung gingen so gegen etwa 0. Noemi schlief die ganze Zeit und ich habe angefangen nachzudenken und dann Heimweh bekommen, so sehr, dass ich am nächsten Morgen meine Councelor anrufen musste und meine Entscheidung rückgängig gemacht habe. D.h. bis kurz davor war ich eigentlich in dem Verlängerungsprogram und hatte schon Familienvorschläge bekommen und alles. Nun ja, wie das Leben so ist, hab ich mich mal eben umentschieden ;-P
Jedenfalls zurück zum Bootstrip, der auf dem Rückweg auch nicht wirklich schnell vorbei war, aber wenigstens haben wir zum Schluss 3 Deutsche getroffen und Noemi konnte mal wieder etwas flirten...
Am nächsten Tag ging es nach Bayside Beach, Downtown Miami. Über die Stadt an sich konnten wir nicht sehr viel sagen, alle Läden waren dicht und keine Menschenseele auf der Straße, sah wirklich etwas gruselig aus. Aber irgendwie meinte die alte Dame neben mir, dass die ganzen Condos gebaut wurden und niemand darin wohnen würde wollen, daher haben die Läden nur innerhalb der Woche auf. Sehr komisch, aber na ja.
Wir sind mit dem Bus gefahren, der wieder sehr sehr günstig war (glaube 2$ hatte es gekostet) und dort am Hafen war dann schon etwas mehr los!
Dort hatten sie eine Bühne aufgebaut und die ganzen alten
Rentner haben getanzt, hauptsächlich Merenge, es sah krass aus. So locker und gelöst zu tanzen und sich einfach der Musik hinzugeben, wir haben fleißig Fotos gemacht. :D

Und somit war der Urlaub auch schon fast wieder vorüber! Wir haben nachts am Strand verbracht oder an der Promenade, sind herum gelaufen und haben uns alles angeschaut und tagsüber am Strand gelegen bis wir bzw Noemi puderrot wurde ;-P

Es waren tolle Tage und ein genialer erholsamer Urlaub. Ich hoffe sehr, dass ich Miami einmal wiedersehen werde, aber ich würde es mir wünschen, dass ich dann etwas mehr Geld hätte um im Hotel zu schlafen. Das Hostel war okay und hat einen auch wirklich veranlasst den restlichen Tag woanders zu verbringen, aber nach diesem Jahr möchte ich wieder etwas anders Urlaub machen. :-)


Hier sind noch einmal die Bahamas... und es stimmt tatsächlich, alles war babyblau, rosarot und gelb. Die Leute haben ein sonniges Gemüt und sind locker drauf! Es war soooo heiß, aber es hatte sich gelohnt!

Ich auf dem Boot auf dem Weg zurück nach Miami. Der Sonnenuntergang wäre schöner gewesen, wären nicht so viele Wolken da gewesen, aber okay, so ging es auch! :D
Ein gemeinsames Foto von mir und Noemi auf dem Boardwalk von South Beach. Hinter uns sieht man auch irgendeine Insel mit Hotels und Condos darauf, aber keine Ahnung, was das nun genau ist...
Das Straßensystem oder Highwaysystem sieht so verdammt verwirrend aus in den USA! Ich meine, schon alleine, dass man Abfahrten rechts und links hat, wie bekloppt ist das? Es gibt gibt getrennte Highways in der Mitte des eigentlichen Highway und gerade um DC herum gibt es lokalen Highway mit lokalen Abfahrten und in der Mitte den richtigen Highway. Es ist so kompliziert! Und wenn man einmal falsch gefahren ist, man kommt so schnell nicht mehr zurück! Das einzige, was sich die lieben Amis wirklich gut ausgedacht haben, sind die Raststätten in der Mitte vom Highway un d nicht zu beiden Seiten wie bei uns. Aber na ja, irgendwann wäre ich hier auch noch hinter gestiegen! Beim nächsten Besuch vielleicht!

Ich dachte einfach, die Palmen in Miami wären eine Erinnerung und somit ein Foto wert. :-)

Das bin dann mal ich vor einem der teureren Hotels von South Beach. So als kleine Beweis, dass ich wirklich da war! Hihi ...

Das war unser letztes gemeinsames Foto in South Beach am Strand, es war soo schön dort, ich vermisse es schon jetzt...

Tja und der Dünensandding, wo man sich auch hinstzen konnte! Im Hintergrund ein kleine Leuchtturm.


Sonntag, 6. Juni 2010

Urlaub in Miami

Mein erster richtiger Urlaub hier ist schon wieder vorbei, da fängt man gerade an es zu genießen und zack! muss man schon wieder arbeiten. :-(
Also mal wieder ganz vorn anfangen, gebucht hatten wir ungefähr 5-6 Wochen vorher und wir hatten uns gefreut wie Schneekönige als wir unsere Konten leer räumten (übrigens seitdem herrscht regelrecht Flaute... kommt irgendwie nix mehr hoch) um alles buchen zu können. Dann vergingen die Wochen wieder so endlos lang nicht und dann plötzlich waren es nur noch ein paar Tage ehe die Reise los ging! Wir haben es immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet, denn wenn das erstmal los geht, haben wir keine 3 Monate mehr gemeinsam ehe es nach Hause geht...

Nun ja, als der Donnerstag endlich kam und wir uns einen tollen Plan ausgeklügelt hatten, wie wir den beschissenen frühen Flieger kriegen sollten, kam uns wieder einmal meine Familie etwas in den Weg. Aber erst einmal hier der Plan: Wir wollten uns abends gegen 10 von einem Taxi zur Metro Station in Bethesda bringen lassen und dann mit der Mtreo zum Airport und dort die Nacht verbringen, da wir morgens nicht mehr zum Flughafen gekommen wären (unser Flieger ging um 6 ;-P). So, nun hatte tagsüber alles soweit geklappt und dann bekam ich den Anruf von meiner HM ob sie nicht nich zum Essen ausgehen könne, ich dachte: Na klar, ich meine wie spät kann das schon werden?? Gegen 6 hatte sie angerufen und um 9 wollte ich Noemi abholen, weil das Taxi ja gegen 10 bei uns vor der Tür stand. Die Zeit verging und es hatte sich keiner gemeldet, ich wurde langsam genervt, also rief ich an und fragte, wie weit sie denn seien, da das Taxi ja nacher nicht warten würde. "Ach so, ja, natürlich", war die Antwort, mein HD wäre ja praktisch schon zu Hause, ja und nach einer weiteren 1 1/2 Stunde Wartezeit, kam er dann auch endlich hereingeschneit und ich konnte nicht mal richtig Tschüss sagen, ehe ich auch schon verschwunden war, da es bereits 9.10 Uhr war!
Ich war dermaßen angepisst gewesen, dass ich nur 10 Minuten bis zu Noemi gebraucht habe... Gott sei Dank war auf diesem Weg kein Polizist zugegen gewesen, denn das wäre böse ausgegangen...

Wie auch immer, nach dem ganzen Stress ging es zu mir, wir haben noch kurz ein Bierchen getrunken, meine Sachen in den Koffer gepackt und dann kam das Taxi auch schon! Oh ja... der Taxifahrer, der war genial. Durch die komplette Nachbarschaft fuhr er im Schritttempo und

bei jeden Speedbump (siehe Foto) hielt er fast
an bevor er mit 1 kmh herüber rollte. Nach fünf Minuten bereits stand der Ticker auf 8$ (ungelogen!) und wir wurden ungeduldig, aber dazu gab es eigentlich gar keinen Grund! Als er nämlich auf eine bekanntere Straße kam, gab er plötzlich Gas als wäre er total bekloppt! Das Auto fiel fast auseinander, aber hauptsache wir sind als erster von der Ampel los und haben das Cabrio überholt. Also bitte? Noch alle Tassen im Schrank?
Auf jeden Fall ging es nun schneller, so dass wir zum Schluss trotzdem den üblichen Preis von ca. 20$ mit Tip bezahlten (auch wenn er Tip sicher nicht verdient hatte). Nun ging es weiter mit der Metro und nach ca 45 Minuten waren wir dann endlich am Flughafen.

Die Nacht haben wir dann dort verbracht (Noemi hat gelesen und ich habe geschlafen, wie ein Penner über den Stühlen gehangen *g*) und am Morgen um 6.00 Uhr flogen wir nach Miami. Der Flug verging schnell und wir waren so aufgekratzt, schließlich hatte nun unser Urlaub begonnen! Mit dem Bus für 2,50$!!!! sind wir zum Hostel gefahren, okay, die Fahrt dauerte auch 1,5 Stunden, aber scheiss drauf, 20$ gespart, wo wir doch eh knapp waren mit unserer Knete!

Wir waren also gegen 10 Uhr dort, leider konnten wir erst gegen 2 Uhr einschecken, das heißt, wir ließen unsere Koffer dort, zogen uns um und natürlich gingen wir direkt zum Strand. :D
South Beach war der hammer! Sandstrand vom
feinsten, der Beach sehr sauber und das Wasser, einfach genial. Allerdings bin ich froh dass Noemi so viel Sonnencreme dabei hatte, denn ich glaube ohne die hätten wir alt ausgesehen, denn es gab keinen Schatten und so knallte die Sonne unentwegt...
Jedenfalls ging es gegen 2 zurück und wir mussten ewig warten eh man sich mal an uns erinnert hatte (da waren wir schon wieder sehr böse... hihi). Am Abend des erstes Tages waren wir beide schon gut erholt und so sind wir in einem typischen Diner essen gewesen nachdem wir über eine Stunden ein Retaurant gesucht hatten.

Am nächsten Morgen ging es sehr früh los, wir standen um 6 auf und wurden bereits um 6.30 Uhr von einem Limo Service abgeholt um nach Fort Lauderdale (genau genommen zu den Port Everglades) zu gelangen denn wir hatten ein One Day Fun Cruise zu den Bahamas gebucht und waren tierisch aufgeregt!
Es war allerdings recht früh, daher waren wir sehr verpennt. :D

Als wir ankamen, ging es erst einmal durch den kompletten Zoll mit Papieren, die wir auszufüllen hatten, den Passport, den wir abgeben! mussten (ich hatte nie zu vor meinen Reisepass abgeben müssen und habe dementsprechend eine Weile Ärger gemacht weil ich nicht verstand was die denn damit wollen) und wieder durch diese elektronischen Metalldetektoren, die es hier scheinbar in jedem halbwegs wichtigen Gebäude zu geben scheint. Zum Schluss bekam ich ein U21-Bändchen und Noemi, die Sau, ein Ü21 Bändchen, das bedeutete, dass ich sobald wir auf internationalen Gewässern waren, auch trinken durfte. :D
Dann ging es endlich aufs Boot, wo wir als erstes zum Außendeck sind und eine geraucht haben...

Wir hatten All inclusive gebucht, d.h. wir hatten Frühstück und Abendessen mit drin und haben das natürlich auch genutzt und uns mehrfach etwas zu Essen geholt, aber es war auch echt lecker! Es gab Brötchen, Schinken, Käse, Marmelade, Butter, Rührei, Speck, Pancakes... eigentlich war wirklich für jeden etwas dabei.
Die Fahrt an sich war aber so langweilig! Wir fuhren um 10 los und waren um 2.30 da... die Zeit verging einfach gar nicht!
Obwohl für die Stimmung gesorgt worden war und sie ein Program hatten, ging es nicht vorüber und wir haben uns eigentlich nur von Sonnenplätzen in den Schatten gesetzt und umgekehrt...
Wir haben auch alle 15 Minuten nachgefragt wie es denn aussehe, wann wir auf den internationalem Gewässern wären und nach dem 5 Mal fragen, hat die Kellnerin aufgegeben und uns die Drinks ausgehändigt, d. h. wir haben erst einmal angestoßen und waren zu dem Zeitpunkt wirklich sehr stolz, dass wir das alles mit unserem Geld auf die Beine gestellt haben.

Wie bereits erwähnt, es dauerte sehr lange aber als wir endlich die Küste von Grand Bahama zu Gesicht bekamen, waren wir wieder besser drauf. Es dauerte zwar noch etwas länger, da ein anderes Schiff uns noch rückwärts einparken musste und wir auf dem Schiff auch wieder auf den Zoll warten mussten, war die Sache sehr frustrierend.

Fortsetzung folgt :D

Montag, 17. Mai 2010

Wissen wie das Wetter wird...

Ja, ich hatte lange hin und her überlegt, was ich denn gerne für einen Collegekurs machen will und nach einigen Tests an dem College (Englisch, Mathe 1 und 2), habe ich mir die besten Kurse heraus gesucht und bin bei Meteorologie gelandet. Mein Professor war genial! Ich habe noch nie so einen Lehrer gehabt, er hat Humor, kann alles super erklären und hat das Thema stets interessant gehalten. Mein Kurs began am 26. Januar und endete am 16. Mai. In diesem Zeitraum habe ich gelernt wie man das Wetter einigermaßen vorher sagen kann, dass man sich in einer Badewanne aufhalten sollte, wenn der Tornado kommt und vieles anderes. Es war wirklich die richtige Entscheidung von mir gewesen, ich habe außerdem tolle Freunde gefunden, mit denen ich im Labor viel Spaß hatte... *g*
Wir hatten zudem sogar einen Feldtrip zum Sugerloaf Mountain, dort habe ich eine Trichternetzspinne mit Eisack gesehen und wie man den Wind misst und die Relative Feuchte bestimmt. Ich fand es einfach sehr interessant, in dem Land mit den größten Naturkatastrophen (mal abgesehen von Asien) das Thema anzugehen und mit Leuten zusammen sein, die sowas alle schon erlebt hatten (ob Hurrican, Blizzards oder Tornados) und ich dadurch viele neue Erfahrungen gemacht habe.
Ich denke, wenn ich später mal zu viel Geld habe, dann werde ich einen Sommer als Storm Chaser, also Sturm Jäger nach Nordamerika gehen und den Stürmen nachreisen... das ist der nächste Traum, den ich nach diesem Jahr angehen werde. Natürlich sind wir ja realistisch und daher weiß ich, dass es einige Jahre dauern kann, bis dieser in Erfüllung geht, aber ich weiß auch, dass ich es machen werde! Schließlich sind Träume dazu da gelebt zu werden!

Ja, das bin dann wohl ich auf dem Berg mit einer wunderschönen Aussicht auf Maryland.

Links ist Veronica, meine Laborpartnerin, mit der ich mich immer super verstanden habe. Wir haben stets nicht das gemacht, was wir sollten und wurden dafür in den Prüfungen auch bestraft mit Fragen, die wir nicht beantworten konnten. Rechts ist Rosa, die auch an unserem Tisch saß und ich werde nie vergessen, wie viel dieses Mädchen gequatscht hat! Mit ihr habe ich den größten Teil im Unterricht verquatscht und natürlich war sie nie um eine Ausrede verlegen. Beide Mädchen sind sehr konservativ, wodurch wir auch einmal etwas Stress hatten, aber sei immer offen und tolerant, das macht es einfacher. :-)

Das ist Mark, er hat den Kurs später verlassen, weil er sonst durchgefallen wäre, aber er war der männliche Part an unserem Labortisch. Wenn wir getuschelt und gelacht haben, war er meist ernst und böse, weil er ja nie etwas verstanden hat dadurch. ;-P

Und zum Schluss noch einmal ich, die gerade da sitzt und die Aussicht genießt ... :D