Samstag, 19. Juni 2010

Miami II

Ich weiß gar nicht mehr wirklich wo ich aufgehört hatte zu schreiben, aber es war irgendwo zwischen der Bootsfahrt und den Bahamas. *g*

Wir kamen nach ewigen Hin und Her jedenfalls an und wussten erstmal gar nicht, was wir machen sollten. Es gab kein Strand, nur Industriegebiet und Privathäuser an der anderen Seite! Wir folgten der Menge und dann ging es für 10$ ins Taxi und ab an den Strand, 20 Minuten Fahrt in einer Holperkiste, die nach jedem Bump fast auseinander gefallen wäre. Alle Fenster aufgemacht und trotzdem geschwitzt, wirklich schön war das nicht, 38° im Schatten wurde uns gesagt, wir sollen doch aufpassen mit der Sonne.
Wir wurden dann heraus gelassen (übrigens sehr gewöhnungsbedürftig plötzlich Linksverkehr zu haben, wurde irgendwie ständig angehupt ;-P) und sind zu dem Strand gegangen mit zwei anderen Au Pairs die wir auf dem Boot kennen gelernt hatten und so waren wir schon zu 4.


Der Beach ansich war weltklasse! Ein wunderschön feiner Sand und türkisblaues Meer mit abwechselnd dunkleren Flecken darin (fanden wir ja etwas eklig, aber wir haben uns auch echt angestellt...). Genau so stellt man sich
Urlaub vor! Wir haben fast die ganze Zeit im Wasser verbracht und just relaxed :D
Die Zeit ging auch viel zu schnell herum fand ich, wir hatten dann nur noch Zeit um uns ein wenig zu sonnen und uns Postkarten zu kaufen (was sich widerum als sehr schwierig heraus stellte).
Nun ja auf dem Weg zurück zum Taxi kamen wir an den Touristenständen vorbei und wollten natürlich etwas als Erinnerung mitnehmen. Aber es war schweine teuer! Ein kleines Tuch mit Bahamas Druck für 25$, die wollten uns verarschen! Erst ließen sie uns nicht in Ruhe schauten und man fühlte sich wie auf dem Polen Markt und anschließend ließen sie nicht mit sich handeln, es war schrecklich. Wir kauften also alle nicht viel, nur jeweils eine Postkarte, nachdem man kaum Auswahl hatte und auch diese teuer waren. Es ging zurück aufs Schiff und zurück nach Miami ... es war traurig, es wurde kalt und unsere Stimmung gingen so gegen etwa 0. Noemi schlief die ganze Zeit und ich habe angefangen nachzudenken und dann Heimweh bekommen, so sehr, dass ich am nächsten Morgen meine Councelor anrufen musste und meine Entscheidung rückgängig gemacht habe. D.h. bis kurz davor war ich eigentlich in dem Verlängerungsprogram und hatte schon Familienvorschläge bekommen und alles. Nun ja, wie das Leben so ist, hab ich mich mal eben umentschieden ;-P
Jedenfalls zurück zum Bootstrip, der auf dem Rückweg auch nicht wirklich schnell vorbei war, aber wenigstens haben wir zum Schluss 3 Deutsche getroffen und Noemi konnte mal wieder etwas flirten...
Am nächsten Tag ging es nach Bayside Beach, Downtown Miami. Über die Stadt an sich konnten wir nicht sehr viel sagen, alle Läden waren dicht und keine Menschenseele auf der Straße, sah wirklich etwas gruselig aus. Aber irgendwie meinte die alte Dame neben mir, dass die ganzen Condos gebaut wurden und niemand darin wohnen würde wollen, daher haben die Läden nur innerhalb der Woche auf. Sehr komisch, aber na ja.
Wir sind mit dem Bus gefahren, der wieder sehr sehr günstig war (glaube 2$ hatte es gekostet) und dort am Hafen war dann schon etwas mehr los!
Dort hatten sie eine Bühne aufgebaut und die ganzen alten
Rentner haben getanzt, hauptsächlich Merenge, es sah krass aus. So locker und gelöst zu tanzen und sich einfach der Musik hinzugeben, wir haben fleißig Fotos gemacht. :D

Und somit war der Urlaub auch schon fast wieder vorüber! Wir haben nachts am Strand verbracht oder an der Promenade, sind herum gelaufen und haben uns alles angeschaut und tagsüber am Strand gelegen bis wir bzw Noemi puderrot wurde ;-P

Es waren tolle Tage und ein genialer erholsamer Urlaub. Ich hoffe sehr, dass ich Miami einmal wiedersehen werde, aber ich würde es mir wünschen, dass ich dann etwas mehr Geld hätte um im Hotel zu schlafen. Das Hostel war okay und hat einen auch wirklich veranlasst den restlichen Tag woanders zu verbringen, aber nach diesem Jahr möchte ich wieder etwas anders Urlaub machen. :-)


Hier sind noch einmal die Bahamas... und es stimmt tatsächlich, alles war babyblau, rosarot und gelb. Die Leute haben ein sonniges Gemüt und sind locker drauf! Es war soooo heiß, aber es hatte sich gelohnt!

Ich auf dem Boot auf dem Weg zurück nach Miami. Der Sonnenuntergang wäre schöner gewesen, wären nicht so viele Wolken da gewesen, aber okay, so ging es auch! :D
Ein gemeinsames Foto von mir und Noemi auf dem Boardwalk von South Beach. Hinter uns sieht man auch irgendeine Insel mit Hotels und Condos darauf, aber keine Ahnung, was das nun genau ist...
Das Straßensystem oder Highwaysystem sieht so verdammt verwirrend aus in den USA! Ich meine, schon alleine, dass man Abfahrten rechts und links hat, wie bekloppt ist das? Es gibt gibt getrennte Highways in der Mitte des eigentlichen Highway und gerade um DC herum gibt es lokalen Highway mit lokalen Abfahrten und in der Mitte den richtigen Highway. Es ist so kompliziert! Und wenn man einmal falsch gefahren ist, man kommt so schnell nicht mehr zurück! Das einzige, was sich die lieben Amis wirklich gut ausgedacht haben, sind die Raststätten in der Mitte vom Highway un d nicht zu beiden Seiten wie bei uns. Aber na ja, irgendwann wäre ich hier auch noch hinter gestiegen! Beim nächsten Besuch vielleicht!

Ich dachte einfach, die Palmen in Miami wären eine Erinnerung und somit ein Foto wert. :-)

Das bin dann mal ich vor einem der teureren Hotels von South Beach. So als kleine Beweis, dass ich wirklich da war! Hihi ...

Das war unser letztes gemeinsames Foto in South Beach am Strand, es war soo schön dort, ich vermisse es schon jetzt...

Tja und der Dünensandding, wo man sich auch hinstzen konnte! Im Hintergrund ein kleine Leuchtturm.


Sonntag, 6. Juni 2010

Urlaub in Miami

Mein erster richtiger Urlaub hier ist schon wieder vorbei, da fängt man gerade an es zu genießen und zack! muss man schon wieder arbeiten. :-(
Also mal wieder ganz vorn anfangen, gebucht hatten wir ungefähr 5-6 Wochen vorher und wir hatten uns gefreut wie Schneekönige als wir unsere Konten leer räumten (übrigens seitdem herrscht regelrecht Flaute... kommt irgendwie nix mehr hoch) um alles buchen zu können. Dann vergingen die Wochen wieder so endlos lang nicht und dann plötzlich waren es nur noch ein paar Tage ehe die Reise los ging! Wir haben es immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet, denn wenn das erstmal los geht, haben wir keine 3 Monate mehr gemeinsam ehe es nach Hause geht...

Nun ja, als der Donnerstag endlich kam und wir uns einen tollen Plan ausgeklügelt hatten, wie wir den beschissenen frühen Flieger kriegen sollten, kam uns wieder einmal meine Familie etwas in den Weg. Aber erst einmal hier der Plan: Wir wollten uns abends gegen 10 von einem Taxi zur Metro Station in Bethesda bringen lassen und dann mit der Mtreo zum Airport und dort die Nacht verbringen, da wir morgens nicht mehr zum Flughafen gekommen wären (unser Flieger ging um 6 ;-P). So, nun hatte tagsüber alles soweit geklappt und dann bekam ich den Anruf von meiner HM ob sie nicht nich zum Essen ausgehen könne, ich dachte: Na klar, ich meine wie spät kann das schon werden?? Gegen 6 hatte sie angerufen und um 9 wollte ich Noemi abholen, weil das Taxi ja gegen 10 bei uns vor der Tür stand. Die Zeit verging und es hatte sich keiner gemeldet, ich wurde langsam genervt, also rief ich an und fragte, wie weit sie denn seien, da das Taxi ja nacher nicht warten würde. "Ach so, ja, natürlich", war die Antwort, mein HD wäre ja praktisch schon zu Hause, ja und nach einer weiteren 1 1/2 Stunde Wartezeit, kam er dann auch endlich hereingeschneit und ich konnte nicht mal richtig Tschüss sagen, ehe ich auch schon verschwunden war, da es bereits 9.10 Uhr war!
Ich war dermaßen angepisst gewesen, dass ich nur 10 Minuten bis zu Noemi gebraucht habe... Gott sei Dank war auf diesem Weg kein Polizist zugegen gewesen, denn das wäre böse ausgegangen...

Wie auch immer, nach dem ganzen Stress ging es zu mir, wir haben noch kurz ein Bierchen getrunken, meine Sachen in den Koffer gepackt und dann kam das Taxi auch schon! Oh ja... der Taxifahrer, der war genial. Durch die komplette Nachbarschaft fuhr er im Schritttempo und

bei jeden Speedbump (siehe Foto) hielt er fast
an bevor er mit 1 kmh herüber rollte. Nach fünf Minuten bereits stand der Ticker auf 8$ (ungelogen!) und wir wurden ungeduldig, aber dazu gab es eigentlich gar keinen Grund! Als er nämlich auf eine bekanntere Straße kam, gab er plötzlich Gas als wäre er total bekloppt! Das Auto fiel fast auseinander, aber hauptsache wir sind als erster von der Ampel los und haben das Cabrio überholt. Also bitte? Noch alle Tassen im Schrank?
Auf jeden Fall ging es nun schneller, so dass wir zum Schluss trotzdem den üblichen Preis von ca. 20$ mit Tip bezahlten (auch wenn er Tip sicher nicht verdient hatte). Nun ging es weiter mit der Metro und nach ca 45 Minuten waren wir dann endlich am Flughafen.

Die Nacht haben wir dann dort verbracht (Noemi hat gelesen und ich habe geschlafen, wie ein Penner über den Stühlen gehangen *g*) und am Morgen um 6.00 Uhr flogen wir nach Miami. Der Flug verging schnell und wir waren so aufgekratzt, schließlich hatte nun unser Urlaub begonnen! Mit dem Bus für 2,50$!!!! sind wir zum Hostel gefahren, okay, die Fahrt dauerte auch 1,5 Stunden, aber scheiss drauf, 20$ gespart, wo wir doch eh knapp waren mit unserer Knete!

Wir waren also gegen 10 Uhr dort, leider konnten wir erst gegen 2 Uhr einschecken, das heißt, wir ließen unsere Koffer dort, zogen uns um und natürlich gingen wir direkt zum Strand. :D
South Beach war der hammer! Sandstrand vom
feinsten, der Beach sehr sauber und das Wasser, einfach genial. Allerdings bin ich froh dass Noemi so viel Sonnencreme dabei hatte, denn ich glaube ohne die hätten wir alt ausgesehen, denn es gab keinen Schatten und so knallte die Sonne unentwegt...
Jedenfalls ging es gegen 2 zurück und wir mussten ewig warten eh man sich mal an uns erinnert hatte (da waren wir schon wieder sehr böse... hihi). Am Abend des erstes Tages waren wir beide schon gut erholt und so sind wir in einem typischen Diner essen gewesen nachdem wir über eine Stunden ein Retaurant gesucht hatten.

Am nächsten Morgen ging es sehr früh los, wir standen um 6 auf und wurden bereits um 6.30 Uhr von einem Limo Service abgeholt um nach Fort Lauderdale (genau genommen zu den Port Everglades) zu gelangen denn wir hatten ein One Day Fun Cruise zu den Bahamas gebucht und waren tierisch aufgeregt!
Es war allerdings recht früh, daher waren wir sehr verpennt. :D

Als wir ankamen, ging es erst einmal durch den kompletten Zoll mit Papieren, die wir auszufüllen hatten, den Passport, den wir abgeben! mussten (ich hatte nie zu vor meinen Reisepass abgeben müssen und habe dementsprechend eine Weile Ärger gemacht weil ich nicht verstand was die denn damit wollen) und wieder durch diese elektronischen Metalldetektoren, die es hier scheinbar in jedem halbwegs wichtigen Gebäude zu geben scheint. Zum Schluss bekam ich ein U21-Bändchen und Noemi, die Sau, ein Ü21 Bändchen, das bedeutete, dass ich sobald wir auf internationalen Gewässern waren, auch trinken durfte. :D
Dann ging es endlich aufs Boot, wo wir als erstes zum Außendeck sind und eine geraucht haben...

Wir hatten All inclusive gebucht, d.h. wir hatten Frühstück und Abendessen mit drin und haben das natürlich auch genutzt und uns mehrfach etwas zu Essen geholt, aber es war auch echt lecker! Es gab Brötchen, Schinken, Käse, Marmelade, Butter, Rührei, Speck, Pancakes... eigentlich war wirklich für jeden etwas dabei.
Die Fahrt an sich war aber so langweilig! Wir fuhren um 10 los und waren um 2.30 da... die Zeit verging einfach gar nicht!
Obwohl für die Stimmung gesorgt worden war und sie ein Program hatten, ging es nicht vorüber und wir haben uns eigentlich nur von Sonnenplätzen in den Schatten gesetzt und umgekehrt...
Wir haben auch alle 15 Minuten nachgefragt wie es denn aussehe, wann wir auf den internationalem Gewässern wären und nach dem 5 Mal fragen, hat die Kellnerin aufgegeben und uns die Drinks ausgehändigt, d. h. wir haben erst einmal angestoßen und waren zu dem Zeitpunkt wirklich sehr stolz, dass wir das alles mit unserem Geld auf die Beine gestellt haben.

Wie bereits erwähnt, es dauerte sehr lange aber als wir endlich die Küste von Grand Bahama zu Gesicht bekamen, waren wir wieder besser drauf. Es dauerte zwar noch etwas länger, da ein anderes Schiff uns noch rückwärts einparken musste und wir auf dem Schiff auch wieder auf den Zoll warten mussten, war die Sache sehr frustrierend.

Fortsetzung folgt :D